Fanzine-Rezension „Hintergedanke #3“

Eine Fortsetzung findet dankenswerterweise der Hintergedanke. Die jetzt veröffentlichte Ausgabe 3 der Ultras Regensburg deckt den Zeitraum Juli 2015 bis einschließlich Mai 2016 ab und beinhaltet natürlich alle Spiele des SSV Jahn Regensburg aus dieser Zeit. Daneben standen auch Besuche bei befreundeten Gruppen der TuS Koblenz und des FC Blau Weiss Linz an.

Zusätzlich finden sich auf den 116 Farbseiten aber auch viele weitere Berichte aus dem In- und Ausland. Seien es nun „kürzere“ Trips nach beispielsweise Kroatien, Slowenien oder Serbien oder aber auch längere Touren nach Marokko oder Südostasien. Wobei auch hier Italien natürlich nicht fehlen darf.

Auch wenn es „etwas“ länger gedauert hat, bis die dritte Ausgabe aus dem Druck kam und die Saison 2014/2015 demnach auch einem Datencrash zum Opfer gefallen ist, freut es mich, dass es das Heft noch gibt und vor allem auch dass dann in naher Zukunft hoffentlich die nächste Ausgabe erscheint!

Das Heft:
Hintergedanke
DIN A5, 116 Seiten, Farbe
Preis 3,50€
Kontakt www.ultras-regensburg.de

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Fanzine-Rezension „Druckerpresse Groundhopping Spezial #6“

Mit 116 Seiten kommt die 6. Ausgabe des Druckerpresse Groundhopping Spezial aus dem Umfeld der Handkäsmafia des 1. FSV Mainz 05 recht umfangreich daher. Dabei sind dann auch Spielberichte aus 19 verschiedenen Ländern aus dem Zeitraum Dezember 2015 bis einschließlich Dezember 2016 zusammengekommen.

Gestartet wird mit dem Jahreswechsel 2015/2016 in Israel und das Jahr 2016 endet in Belgien. Dazwischen werden neben Spielen in Deutschland und dem angrenzen Ausland Touren nach Italien ebenso unternommen wie Reisen nach Georgien oder Aserbaidschan. Wieder einmal eine lesenswerte Ausgabe!

Das Heft:
Druckerpresse Groundhopping Spezial
DIN A5, 116 Seiten, Schwarz-Weiß (Umschlag Farbe)
Auflage 350
Preis 3€
Kontakt www.handkäsmafia-mainz.de

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Fanzine-Rezension „Blickfang Ultra #41“

Mit einem klaren Schwerpunkt von 35 Seiten (!) kommt die 41. Ausgabe des Blickfang Ultra daher. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um den 2. Teil eines Interviews mit Ultras Dynamo in dem es um die Zeiten 2008 bis 2010, 2010 bis heute aber eben auch um Sachen wie den eigenen Ruf oder die Thematik Politik in einer Ultragruppierung geht.

Ein weiteres Interview beschäftigt sich mit dem neuen Buch „Fanszene Polen“ und wird mit einem der Autoren (Mirko Otto) geführt.

Da Italien ja seit einiger Zeit auch von Groundhoppern wieder vermehrt besucht wird, hat die Redaktion sich einmal umgehört, was im Winter 2016/2017 so im Lande los war und einiges an Texten und Bildern zusammengetragen.

Und ein Blick nach Rumänien verrät, was in einem Stadion so los sein, kann, wenn Ultras eigentlich rivalisierender Gruppierungen die Nationalmannschaft unterstützen. Das ganze firmiert unter dem Projektnamen „Uniti Sub Tricolor

Das Heft:
Blickfang Ultra
DIN A5, 116 Seiten, Farbe
Preis 4€
Kontakt www.blickfang-ultra.de

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Fanzine-Rezension „kick & bolz 2-2017“

Die 2. Ausgabe des Jahres 2017 vom kick & bolz ist ebenfalls bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Wie gewohnt mit 32 Farbseiten recht dünn und berichtet diesmal über eine eher ungewöhnliche Fußballtour. Geht es doch von Stuttgart aus über Istanbul zum Fußball nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und von dort nach Nordirland. Zum Abschluss findet sich noch ein Nachruf auf die White Hart Lane, dem ehemaligen Stadion des Tottenham Hotspur FC im Heft.

Das Heft:
kick & bolz
DIN A5, 32 Seiten, Farbe
Preis 2€
Kontakt www.kickundbolz.de

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Buchrezension „Fußballfibel FC Sankt Pauli“

Und auch im Bereich der von Frank Willmann herausgegebenen Fußballfibeln geht es weiter. Band Nummer 13 beschäftigt sich mit dem FC Sankt Pauli und wurde von Fabian Fritz sowie Gregor Backes verfasst.

Im Vergleich zu den bisher erschienenden Büchern dieser Reihe ist das hier vorliegende Buch um einiges dicker und daher mit 12,99€ auch ein wenig teurer (normalerweise 9,99€). Als Ziel hatten sich die Autoren gesetzt, nicht eine weitere Kopie eines der bereits vorhandenen Bücher zu erstellen. So entstand die Idee, die ganzen Informationen und einzelnen Kapitel in Form von zwei Akteuren, die diese Informationen in verschiedener Art und Weise erleben und erfahren, wiederzugeben. Zum einen Freddy, die seit einiger Zeit in Hamburg lebt und arbeitet sowie Karlo, der zum Studium nach Hamburg kommt.

So erleben beide Sommer, Herbst, Winter und Frühjahr und lernen in dieser Zeit verschiedene Personen kennen, die ihnen ihre Geschichte rund um den FC St. Pauli erzählen. Sei es zum Thema Fankneipen und Fanzines, zu den St. Pauli Skinheads oder auch zum Thema Nachwuchsarbeit im Verein. Wie ist es eigentlich als Rollstuhlfahrer beim Verein? Und dann vielleicht auch noch als Ultrà? Wie funktioniert die Sache mit den selbstverwalteten Fanräumen und was gibt es so an Arbeitskreisen?

Alles in allem bringt das Buch einen schönen und vor allem anderen Einblick in die Geschichte und Gegenwart des FC St. Pauli. Auch wenn ich zu Beginn erst einmal die Befürchtung hatte, dass die beiden Protagonisten das alles in vier Wochen erleben würden. Nach der Lektüre stellt man dann aber recht schnell fest, dass es wahrscheinlich gar nicht so verkehrt war die beiden zu Anfang entsprechend viel erleben zu lassen. Denn im Endeffekt ist es ja so, dass man recht viel unternimmt wenn man sich für eine Sache begeistert und das Tempo dann so nach und nach auch abnimmt. Ein schön und vor allem auch gut umgesetzte Idee!

Das Buch:
FC Sankt Pauli
Fußballfibel
Fabian Fritz, Gregor Backes
CULTURCON medien, 2017, Berlin
ISBN 978-3-944068-62-2
Preis 12,99€
Kontakt www.culturcon.de

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Fanzine-Rezension „Spoony #3“

Seit einiger Zeit gibt es mit dem Spoony auch ein Groundhopping-Zine aus dem Umfeld des VfB Oldenburg. Bei der hier vorgestellten Ausgabe handelt es sich bereits um die Nummer 3, Nummer 4 ist mittlerweile auch auf dem Markt und liegt hier auch schon. Überlegungen gab es bei den Jungs und Mädels ja schon länger, etwas derartiges auf den Markt zu bringen.

Herausgekommen sind 72 schwarz-weiß Seiten, wobei der Umschlag in Farbe gehalten ist. Berichtet wird ausschließlich über besuchte Spiele abseits des eigenen Vereins, wobei hier das Auswärtsspiel beim VfB Lübeck eine Ausnahme bildet: Waren doch ein paar Anhänger mit dem Fahrrad aus Oldenburg zu diesem Spiel angereist!

Ansonsten kommen wir auf insgesamt 34 Spiele aus 14 europäischen Ländern. Neben einigen Begegnungen aus Deutschland haben es vor allem Partien aus Polen, Tschechien und Belgien ins Heft geschafft, aber auch der Balkan bzw. (Süd-) Osteuropa im allgemeinen wurde recht gut besucht. Ruhig mal reinschauen, sofern man noch ein Exemplar abgreifen kann! Wie gut, dass auch Ausgabe 1 und 2 mittlerweile den Weg in die eigene Sammlung gefunden haben 🙂

Das Heft:
Spoony
DIN A5, 72 Seiten, Schwarz-Weiß (Umschlag Farbe)
Preis 2€
Kontakt

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Fanzine-Rezension „All to nah #S“

Die (definitiv aller-?) letzte Ausgabe der All to nah stellt die Ausgabe #S (wie Statistik) dar. Und diese Ausgabe gab es auch ausschließlich gegen „Vorbestellung“ bei Jan, so dass die Aussicht auf Restexemplare hier wahrscheinlich gegen Null tendiert!

Inhaltlich ist es ein Rückblick auf zehn Jahre All to nah. Es gab in dieser Zeit 171 verschiedenen Autoren und eine Gesamtauflage von 12.509 Exemplaren der Nummern 1 bis 23 und A bis S. Dazu noch einmal 1.100 Ausgaben besonderer Nummern bspw. zum Gastspiel des AFC beim Dulwich Hamlet FC.

Dazu wurden noch einmal alle (!) Rezensionen die über das All to nah erschienen sind, abgedruckt und auch die selbst rezensierten Hefte werden noch einmal aufgezählt. Alles in allem ein schöner Abschluss, wobei es trotzdem schade ist! Aber Jan geht der Fanzine-Welt nicht verloren und wird in Zukunft unter anderem am Auf Jahre unschlagbar aus Berlin mitarbeiten.

Das Heft:
All to nah
Rundschrift der Anhänger_innen des Altonaer Fußball-Clubs von 1893
DIN A5, 48 Seiten, Schwarz-Weiß
Preis 1€
Kontakt alltonah@gmx.de

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Fanzine-Rezension „Republikflucht #8“

Die E-Mail mit der Ankündigung, dass die 8. Ausgabe der Republikflucht bestellt werden kann war quasi gerade eingegangen, als die Bestellung auch bereits raus war. Verspricht dieses Heft doch immer einiges an interessanten Berichten, Informationen und Fotos. Da machen auch die diesmal 132 Farbseiten keine Ausnahme.

Der Schwerpunkt der Berichte liegt auch diesmal wieder auf Polen, ein Land das die Cottbuser aus diversen Gründen gerne bereisen. Dazu gibt es einen kleinen Ausflug auf der Balkan-Route mit Spielbesuchen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien. Dafür kann man dann schon einmal knapp 2.500 Kilometer mit dem Auto zurücklegen und gut zwei Monate später auch wieder beim Belgrader Derby aufschlagen 😉

Dazu Spielbesuche in Albanien, Bulgarien, England und Italien. Dazu zwei Touren nach Marokko Anfang und Ende 2015. Abgerundet wie immer durch die Rubriken „Graffitis“ und „Girls„.

Das Heft:
Republikflucht
DIN A5, 132 Seiten, Farbe
Preis 5€
Kontakt www.aroundtheground.com

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Rezension „11Freunde Spezial #17“

Die nun bereits 17. Sonderausgabe der 11Freunde Spezial beschäftigt sich mit dem Thema „Tore„. So direkt weiß ich ja nicht, ob man zu diesem Thema ein komplettes Heft machen muss. Dem Untertitel nach ja, und so sollen im Heft die größten Tore und ihre Geschichten erzählt werden.

Der größte Teil der Tore und ihrer Geschichten dürften dem Fußballinteressierten aber sicherlich auch so bekannt sein. Jan-Aage Fjörthoff darf im Interview noch einmal seine Geschichte zum Klassenerhalt der SG Eintracht Frankfurt aus der Saison 1998/1999 erzählen und auch Dennis Bergkamp spricht über das schönste Tor seiner Karriere.

Dazu sprechen David Odonkor und Oliver Neuville noch einmal über das Tor zum 1:0 bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land. Und auch Patrik Andersson darf noch einmal erzählen, wie er den FC Schalke 04 zum „Meister der Herzen“ machte.

Aber ansonsten? Ok, die Geschichte über Tony Hibbert vom Everton FC, der in 308 Spielen genau ein Tor schoß und damit unter anderem einen Platzsturm auslöste. Dies vor allem aber auch deshalb, da er nie für einen anderen Verein gespielt hat. Oder der Artikel über Stoppila Sunzu, der die Nationalmannschaft Sambias 2012 zum Sieg im African Cup of Nations schoß, nachdem 1993 ein Großteil der Spieler bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Ansonsten war diese Ausgabe jetzt nicht so meins.

Das Magazin:
11Freunde Spezial
DIN A4, 132 Seiten, Farbe
Preis 6,90€
Kontakt www.11freunde.de

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Buchrezension „Meine Mutter hat Stadionverbot…“

Mit „Meine Mutter hat Stadionverbot… Leben und Sterben mit Austria Salzburg“ von Matthias Bergschober habe ich hier jetzt noch einmal eine Buchempfehlung, auf die vielleicht nicht jede/r so kommt. Aufmerksam geworden bin ich auf das Machwerk des Austria-Salzburg-Fans nämlich über eine Rezension im Unterwegs-Fanzine von Josef Gruber. Anderweitig habe ich da so leider auch noch nichts weiter drüber gelesen!

Das Buch handelt vom Leben des Autors als Anhänger, Fan und Mitbegründer der Union ’99 Ultrà Salzburg und kommt auf über 400 Seiten mit 19 Kapiteln daher. Das war allerdings ursprünglich gar nicht so geplant. Denn eigentlich hätte das Werk nach der Saison 2003/2004 (und damit nach Kapitel 10 und 230 Seiten) beendet sein sollen.

In diesem ersten Teil erfährt man, wie der Autor zum Fußball und Fansein gekommen ist und diese Zeit mit seiner Austria erlebte. Gerade das längste Kapitel 9 geht dann einmal auf eine Saison als Ultra mit dem eigenen Verein ein und behandelt alle besuchten Spiele entsprechend. Dabei darf man ja auch nicht vergessen, dass Salzburg ja in den 1990er Jahren sowie nach einer sportlichen und auch finanziellen Durststrecke 2003 international spielte und auch einige Erfolge errang. Hier ist also einiges an interessanten Erfahrungen, etc. dabei.

Und was dann kam, dürfte in Fußballkreisen hinlänglich bekannt sein. Ein Getränkehersteller aus Fuschl am See übernahm den Verein und strickte ihn komplett um (Änderung der Vereinsfarben, Änderung des Logos, Leugnung der Erfolge aus der Vergangenheit, usw.). Hierum geht es dann im zweiten Teil ein wenig, mehr aber noch um die Neugründung und die Aufstiege des „neuen“ SV Austria Salzburg!

So wird man mitgenommen auf die erste Saison unter dem neuen Vereinsbesitzer und die Abkehr der Ultras im Laufe der dieser Saison vom eigenen Verein und auch entsprechend durchgeführter Aktionen gegen die neuen Eigentümer. Seien es eigene oder die anderer fangruppierungen in Österreich. Dazu kamen dann Fragen, wie es mit einem selbst weitergeht. Vom Fußball zurückziehen? Einen neuen Verein suchen? Einen eigenen Verein gründen? Der Ausgang dieser Geschichte dürfte ebenfalls hinreichend bekannt sein und so wird man im zweiten Teil auf diese Reise mitgenommen, die zehn Jahre nach Einstieg des Getränkekonzerns im Profifußball endet.

Und der Buchtitel? Für den ist letztendlich auch der Konzern des D. M. verantwortlich. Hatte man doch nach der Übernahme versucht sich recht einfach unliebsamer Anhänger zu entledigen. Dass so etwas natürlich gründlich schief geht, wenn man einfach mal allen Käufern von Dauerkarten, die diese über einen Fanklub gekauft haben, Stadionverbot erteilt, dürfte klar sein.

Ein emfehlenswertes Buch für alle, die sich vielleicht nicht nur für die Austria selbst, sondern auch für das mittlerweile in Deutschland vertretene System des „Rasenballsports“. Bezug nach meine derzeitigen Kenntnisstand ausschließĺich über den Autor selbst oder den Fanshop des SV Austria.

Das Buch:
Meine Mutter hat Stadionverbot…
Leben und Sterben mit Austria Salzburg
Michael Bergschober
ISBN 978-3-200-04804-1
Preis 14,99€
Kontakt Michael.Bergschober@sbg.at

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