Buchrezension „SK Rapid Wien Fußballfibel“

Der zweite Band der österreichischen Ausgabe der Fußballfibeln beschäftigt sich mit dem SK Rapid Wien. Verfasst hat die gut 180 Seiten Thomas Lanz, seines Zeichens seit 1996 Mitglied der Ultras Rapid.

Das Buch selbst hat Lanz so aufgebaut, dass der Leser einmal komplett durch die Saison 2017/2018 mitgenommen wird. Dafür hat jedes Pflichtspiel aus dieser Spielzeit ein eigenes Kapitel erhalten. Das aktuelle Spiel wird dann mal mehr, mal weniger ausführlich behandelt. Es fließen aber in jedes Kapitel entsprechende Informationen aus der Vereinsgeschichte ein, so dass die Historie quasi ausführlich mit abgedeckt wird. Der Bereich der Winterpause wird genutzt um die Fanszene entsprechend selbst einmal „vorzustellen“, von den Anfängen der ersten organisierten Fans und Fanclubs bis in die Gegenwart.

Mal wieder ein Buch dieser Reihe, das anders aufgebaut ist als der Großteil und sich vielleicht auch gerade deshalb interessant liest.

Das Buch:
SK Rapid Wien
Fußballfibel
CULTURCON medien, 2019, Berlin
ISBN 978-3-944068-92-3
Preis 12,99€
Kontakt www.culturcon.de

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Rezension „ballesterer #146“

Mit einem Berlin-Cover kommt die 146. Ausgabe des österreichischen Fußballmagazins ballesterer daher: „Fußball in Berlin – Wiedersehen in der Bundesliga„. Und wie das Titelbild unschwer verbergen kann, geht es in dem Schwerpunkt um Hertha BSC und den 1. FC Union Berlin. Aber eben auch nicht nur. So gibt es noch einen Artikel zum DDR-Serienmeister BFC Dynamo oder auch ein Interview mit Axel Kruse.

Ebenfalls ein Interview gibt es mit Tobias Singelnstein, seines Zeichens Leiter der Studie „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte“ an der Ruhruniversität Bochum, die bei der Polizei natürlich wieder für ein Aufheulen gesorgt hat und dies mit dem Abschlussbericht im Jahr 2020 garantiert wieder tun wird!

Daneben geht die Reise quasi einmal quer durch Europa: Karim Onisiwo beim 1. FSV Mainz 05 in Deutschland, Scheich Turki Al Sheikh bei UD Almeira in Spanien, drei Kenianern auf Hospitation bei Union Dietach in Österreich oder zum vor 30 Jahren verstorbenen Alexander Prokopenko aus dem heutigen Weißrussland.

Das Magazin:
ballesterer Fußballmagazin
DIN PA4, 84 Seiten, Farbe
Preis 6,90€
Kontakt ballesterer.at

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Rezension „11Freunde #216“

Hier ist Deutschlands Nummer Eins„. So titel aber gewiss nicht ich, sondern die Redaktion der 11Freunde auf der Titelseite ihrer 216. Ausgabe (November 2019) zu Torhüter Marc-André ter Stegen. Dem in Diensten des FC Barcelona stehenden Spieler sind für ein Interview 4,5 der insgesamt acht Seiten zum Titelthema gewidmet. Der Rest der insgesamt acht Seiten sind wie gewohnt Fotos.

Das Titelthema ist zeitgleich „Interview des Monats„, aber nicht das einzige. Ebenfalls Rede und Antwort durften Martin Hinteregger (SG Eintracht Frankfurt), James Lawrence (FC St. Pauli) und der ehemalige Profifußballer und aktuelle U18-Nationaltrainer Christian Wörns stehen.

Der Artikel „Schöner Wohnen“ porträtiert Anhänger diverser Vereine, die ihre Häuser innerlich und äußerlich entsprechend ihres jeweiligen Lieblingsvereins angepasst haben. Philipp Köster betrachtet mit einem Artikel einmal ein wenig die Sammelleidenschaft von Fußballfans und ein achtseitiger Artikel ist der US Palermo und dem Absturz in die Viertklassigkeit auf den Grund gegangen. Das Stadionposter zeigt diesmal den Borussia-Park in Mönchengladbach bzw. den Blick auf dessen Nordkurve.

Und irgendwie bisher noch gar nicht so richtig bemerkt, kostet das Heft bereits seit der Oktoberausgabe 5,50€. Von der Redaktion habe ich dazu nichts weiter gelesen, sondern nur kurz und knapp hier einen Hinweis gefunden …

Das Magazin:
11Freunde
Magazin für Fußballkultur
DIN PA4, 116 Seiten, Farbe
Preis 5,50€
Kontakt www.11freunde.de

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Fanzine-Rezension „DER (PF)LÄSTERSTEIN #18“

Sehr umfangreich kommt die 18. Ausgabe vom (PF)LÄSTERSTEIN aus dem Hause Hielscher daher: 428 Farbseiten im DIN A5-Format!

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt eindeutig auf Österreich. Auf 370 Seiten gibt es Informationen zu 63 Vereinen, deren Fanszenen, Stadien und Städten. Abgerundet durch entsprechende Interviews. Allein dadurch eigentlich schon ein Pflichtkauf, ein anderes Werk in diesem Umfang wäre mir so derzeit nicht bekannt.

Dazu gesellen sich ein Dutzend Seiten zum Thema Frauen in Ultragruppen, auch hier inklusive Interviews beispielsweise mit Frauen der Ultras Rapid aus Wien, Green Monsters von Ferencváros aus Budapest oder den Girls Torino. Einen Abschluss findet diese Ausgabe durch einige Spielberichte zum Beispiel vom Pokalfinale 2017 in Griechenland, dem 2015er Derby in Casablanca oder Besuchen bei Bordeaux vs. Marseille und 1. FC Lokomotive Leipzig vs. BSG Chemie Leipzig im November 2017.

Das Heft:
DER (PF)LÄSTERSTEIN
DIN A5, 428 Seiten, Farbe
Preis 6€
Kontakt derpflastersteinfanzine.blogspot.com

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Fanzine-Rezension „Barney Bugle #2“

Im Rahmen der AFC-Aufstiegsrelegation (ja, ist schon ein paar Tage her!) war der BüdL „natürlich“ auch vor Ort. Vor der Partie gegen den Heider SV verfrachtete Jan vom All to nah einen in der Klubgaststätte gleich mal in Richtung eines Tisches mit weiteren Fanzine-Machern. Neben dem Monkey Business (VfL Osnabrück) kam man so auch mit dem Herausgeber des Barney Bugle ins Gespräch und in den Besitz der 2. Ausgabe.

Dabei handelt es sich um das „Kampfblatt zum Berliner Fußballgeschehen und Hauspostille des angenehmen Berliner Athletik-Klubs„. Daher findet sich auf den 20 schwarz-weiß gedruckten DIN A5-Seiten natürlich das ein oder andere zum BAK.

Daneben gibt es aber auch einiges Wissenswertes, zum Beispiel zum Wappen des Tottenham Hotspur FC und dem darauf zu sehenden Huhn oder aber zur ersten Deutschen Meisterschaft von Hertha BSC im Jahr 1930. Ansonsten gilt: Nur echt mit Beilage, was diesmal einer kleinen Postkarte mit der Tribüne der ehemaligen Manfred von Brauchitsch-Kampfbahn der BSG Motor Ichtershausen-Rudisleben entspricht. Einfach mal reinschnuppern, wenn noch zu bekommen!

Das Heft:
Barney Bugle
DIN A5, 20 Seiten, Schwarz-Weiß
Preis 0,50€
Kontakt barney.bugle@web.de

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Fanzine-Rezension „The New Altona“

Unter dem Namen The New Altona hat Jan vom Altonaer FC von 1893 eine weitere Fanzine-Ausgabe auf den Markt gebracht. Priceless steht drauf, sofern noch vorhanden wird das Heft gegen Spende abgegeben.

52 Seiten sind es geworden, darunter auch ein Artikel unseres BüdL zu dem besuchten Spiel gegen Teutonia 05. Das Titelbild zeigt eine Illustration der Adolf-Jäger-Kampfbahn von Steve (FootballStadiumPrints.com), die auch bestellt werden kann.

Dazu gesellt sich unter anderem wieder einiges an Historie (100 Jahre Heinz „Spundbuddel“ Spundflasche), den ehemaligen Torhüter Walter Gamerdinger oder ein Tagebuch mit eingeklebten AFC-Eintrittskarten aus dem Jahr 1954. Abgerundet durch Spielberichte zur Aufstiegsrelegation 2019 sowie einem Interview mit Carmen vom Projekt Trauer und Fußball. Lohnt sich also wie immer!

Das Heft:
The New Altona
DIN A5, 52 Seiten, Farbe
Abgabe gegen Spende
Kontakt alltonah@gmx.de

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Buchrezension „Als es den Bayern noch ans Leder ging“

Ein Buch über den FC Bayern München? Das war zugegebenermaßen meine erste Reaktion bei diesem Werk von Albrecht Breitschuh. Der gesamte Titel „Als es den Bayern noch ans Leder ging – 13 Geschichten für Fußball-Romantiker“ hat dann aber ebenso meine Neugier geweckt wie die Einleitung zum Klappentext: „Was ein Bayern-Fan überhaupt nicht brauchen kann, ist Spannung, hat Paul Breitner einst festgestellt […]„.

Die im Titel genannten 13 Geschichten teilen sich folgerichtig auf 13 Kapitel auf. Dazu hat der Autor jeweils entsprechende und passende Gesprächspartner besucht und interviewt. Inhaltlich geht es jeweils um Spiele des FC Bayern München, die der Klub – teilweise auch recht hoch und deutlich – verloren hat, es den Bayern also ans Leder ging.

Der Großteil der Kapitel spielt dabei in den 1970er und 1980 Jahren, als der FC Bayern die Bundesliga noch lange nicht so souverän beherrschte wie aktuell. Los geht es mit einem 7:4 des 1. FC Kaiserslautern im Oktober 1973 sowie den Protagonisten Klaus Toppmöller und Rainer Zobel. Es folgen Niederlagen wie das 6:0 bei Kickers Offenbach (im Frankfurter Waldstadion!), ein 0:7 zu Hause gegen den FC Schalke 04 oder auch wie auf dem Titelbild zu sehen ein 7:1 bei Fortuna Düsseldorf mit einem sichtlich genervten Sepp Maier im Tor.

Breitschuh versteht es dazu, vielleicht auch aufgrund seiner Tätigkeit als Hörfunkjournalist, dem Leser mit den Interviews und den Erzählungen das ein oder andere Bild vors Auge zu bringen. Darunter sicherlich einiges, was manchem bekannt vorkommt, aber doch so einiges, was auch ich zum Beispiel mittlerweile vergessen oder verdrängt hatte. Sehr unterhaltsam und vielleicht für den/die eine/n oder andere/n ja noch ein Weihnachtsgeschenk bspw. für den Herrn Papa (anstatt Socken oder so 😉 ). Die etwa 240 Seiten lesen sich auf jeden Fall recht zügig und gut und sind sicherlich nicht nur etwas für die „Generation Ü50“.

Das Buch:
Als es den Bayern noch ans Leder ging
13 Geschichten für Fußball-Romantiker
Albrecht Breitschuh
Arete Verlag Christian Becker, 2019, Hildesheim
ISBN 978-3-96423-026-3
Preis 18,00€ (hier: kostenloses Rezensionsexemplar)
Kontakt www.arete-verlag.de

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Rezension „Zeitspiel #16“

Um den Unterbau in Europa kümmert sich die nun bereits 16. Ausgabe von Zeitspiel, dem Magazin für Fußball-Zeitgeschichte. 40 Seiten haben die beiden Herausgeber Hardy Grüne und Frank Willig zusammen mit vielen Mitstreitern für diesen Schwerpunkt zusammengetragen. Quasi einmal quer durch Westeuropa, wenn man einmal von einem Artikel zu Tschechien, Polen und Ungarn absieht.

Dem bereits in Ausgabe gestarteten Thema „Überleben im Turbokapitalismus“ widmet man sich auch wieder und schaut einmal beim I. SC Göttingen 05, dem FC Gießen und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz vorbei. Zwei weitere Rubriken sind dem VfR Mannheim („Schattenspieler„) und dem SV Lippstadt 08 („Fankurve„) gewidmet.

Die Rubrik „Legende“ beschäftigt sich diesmal mit der Alemannia aus Aachen und der nicht so wirklich einfachen Rückkehr in den Profifußball. Im „Global Game“ wird diesmal „die eigenwillige Fußball-Oase“ Oman vorgestellt.

Ist aus meiner Sicht wie immer eine gelungene Ausgabe mit einigen Informationen und Geschichten die man so eben woanders nicht unbedingt findet bzw. die andere Publikationen für ihre Lesersachaft als nicht interessant bewerten.

Das Magazin:
Zeitspiel
Magazin für Fußball-Zeitgeschichte
DIN PA4, 100 Seiten, Farbe
Preis 7,80€
Kontakt www.zeitspiel-magazin.de

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Fanzine-Rezension „Des Wahnsinns fette Beute #1“

Hin und wieder schlägt dann auch mal wieder eine E-Mail im Postfach auf die fragt, ob Interesse an einem neuen Fanzine besteht. Was für eine Frage! 😉 So fand dann auch die Premierennummer von Des Wahnsinns fette Beute den Weg von Erfurt nach Bischofshol.

Auf knapp 170 Seiten gibt es einen Saisonrückblick 2017/2018 rund um den FC Rot-Weiß Erfurt, Ultraszene, Steigerwaldkurve & Co. Den Großteil der Berichte machen daher auch die Spiele des RWE aus. Daneben haben aber auch der ein oder anderen Gedanke zu Verein und Kurve Einzug ins Heft gefunden.

Dazu gibt es ansonsten aber auch einen Blick nach Italien inklusive Freundschaftsbesuch in Massa oder einen allgemeinen Blick auf das Thema Vereinsinsolvenzen in Deutschland. Abgerundet wird diese Ausgabe durch eingestreute Interviews mit den Machern vom 45 Grad Kurvenheft und dem Groben Schnitzer oder der Kohorta Osijek. In meinen Augen insgesamt seine sehr runde Nummer, auf die ich mich auch 2020 freue!

Das Heft:
Des Wahnsinns fette Beute
DIN A5, 172 Seiten, Schwarz-Weiß
Preis 4,50€
Kontakt www.erfordia-ultras.de

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Fanzine-Rezension „Groundhopping made in Lev #5“

Im Tausch gegen die 16. Ausgabe vom Blick über den Lahmannhügel erreichte mich aus der Farbenstadt die 5. Ausgabe von Groundhopping made in Lev. Vielen Dank und schöne Grüße an Daniel! 80 Seiten sind es diesmal geworden, zu erwerben direkt bei den Herausgebern oder unter anderem auch im NOFB-Shop.

Wie gewohnt geht es im Heft in erster Linie um Bayer 04 Leverkusen und wie man es kennt auch nicht nur um aktuelle Berichte, auch wenn der Großteil zwischen August 2018 und März 2019 zumindest niedergeschrieben wurde.

Es geht auch dem des Gewinns des UEFA-Cups 1988 „geschuldet“ um internationale Auftritte des Bayer. Die Spiele 1986/1987 und 1987/1988 werden allein auf 28 Seiten abgehandelt, angereichert durch einige Anekdoten auch aus der Vor-Internetzeit. Reines Groundhopping findet sich in dieser Ausgabe kaum wieder, auch wenn natürlich das ein oder andere Spiel abseits des eigenen Vereins besucht wurde.

Das Heft:
Groundhopping made in Lev
DIN A5, 80 Seiten, Scharz-Weiß (Umschlag Farbe)
Auflage 250
Preis 2€
Kontakt ghmadeinlev@yahoo.de

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